Das Land Noras

Das Königreich Noras ist eine Halbinsel, die im Norden durch das unpassierbare Nebelgebirge begrenzt wird. Zentral regiert von der gleichnamigen Stadtprovinz, der Königsstadt Noras, ist das Reich in sechs Grafschaften unterteilt.

Die Grafschaften

Falkenstayn

Die Grafschaft Falkenstayn liegt im Nordwesten von Noras. Im Norden und Osten begrenzt durch das Nebelgebirge und dessen südlichen Ausläufern, grenzt es im Westen und Süden an die nördliche See. Lediglich im Südosten besteht direkter Grenzkontakt zur Grafschaft Galen. Landschaftlich ist Falkenstayn durch die Gebirge und Hügel geprägt, aber auch Wälder, Ebenen und Flüsse beherrschen das Landschaftsbild. Das Klima in Falkenstayn ist rauer als in den südlicheren Grafschaften. Durch die Nähe zum Nebelgebirge und den westlichen Passatwinden sind die Winter in Falkenstayn kälter und länger als im übrigen Königreich. Dafür sagt man Falkenstayn den schönsten Herbst auf der Halbinsel nach.

In Falkenstayn wird vor allem Holz und Honig produziert. Die meisten und besten Schiffe des Königreichs wurden und werden in der Grafschaft gebaut. Die Küste ist eine reiche Quelle für Bernstein. Außerdem ist die Ortschaft Honnigsvald für ihren lieblichen Met bekannt.

Die Grafschaft wird vom amtierenden Grafen Björn von Weißlauf regiert. Sitz des Grafen ist die Burg Falkenstayn, an der östlichen Grenze zum Gebirge gelegen. Weitere erwähnenswerte Ortschaften sind Havenstatt, der älteste Handelshafen in Falkenstayn und Flusstal, die Kornkammer der Grafschaft. In Weißlauf und Halgarsfjord finden sich ein Hochseehafen und eine Werft.

Zur Grafschaft Falkenstayn gehört die im Nordwesten gelegene Bäreninsel.

Im Herbst des Jahres 1060 haben einige beunruhigende Ereignisse zu einer Unabhängigkeitserklärung des Grafen von Falkenstayn geführt. Die Jarls von Falkenstayn haben das freie Land Falkenstayn ausgerufen und damit ihre Unabhängigkeit vom Königreich Noras kundgetan.

Galen

Die Grafschaft Galen liegt im Nordosten von Noras. Im Norden und Westen begrenzt durch das Nebelgebirge und dessen Ausläufern, grenzt es im Osten an das Ostmeer. Im Süden besteht Grenzkontakt zur Grafschaft Moortal, Kontakt zu Falkenstayn besteht im Südwesten. Landschaftlich ist Galen von dichten Wäldern und Ebenen geprägt, auf denen Obst und Roggen gedeiht. Im Westen zeichnet sich die Silhouette des Nebelgebirges ab. Das Klima in Grafschaft Galen ist, ähnlich wie in Falkenstayn, rauer als im südlichen Teil der Halbinsel, die Winter dauern länger und sind kälter als im übrigen Königreich. Die Grafschaft Galen vor allem für ihr Roggen und ihre Schafszuchten bekannt. Außerdem gilt es als erwiesen, dass das knackigste und süßeste Obst aus der Gegend um Bergen kommen.

Die Grafschaft wird von Graf Silas von Grauwasser verwaltet. Sitz des Grafen ist seit der Erhebung des Geschlechts von Grauwasser in den Grafenstand traditionell die Hauptstadt Bergen, an der Mündung des Flusses Harnor gelegen. Weitere erwähnenswerte Orte sind die Grenzfestung Grauwasser, der Handelshafen Rindorf und die Stadt Halftern, in deren Einzugsgebiet die größten Roggenfelder liegen.

Zur Grafschaft Galen gehört die im Osten gelegene Insel Krähenfuß.

Sonnvald

Die Grafschaft Sonnvald liegt im Südosten von Noras. Im Osten und Süden vom Ostmeer und dem großen Ozean eingefasst, grenzt Sonnvald im Norden an die Grafschaft Moortal und die Königsstadt Noras. Im Westen besteht Kontakt zur Grafschaft Isenbergen, in Sichtweite der Ostküste befinden sich die Inseln der Aegiden. Landschaftlich ist Sonnvald durch den alten Wald und die Seenplatte des mittleren Westens geprägt. Im Norden erhebt sich ein Hügelkamm vor der Grenze zur Königsstadt. Das Klima in Sonnvald ist gemäßigt.

Die Grafschaft wird von Graf Dariusz VI. verwaltet. Sitz des Grafen ist die Hauptstadt Sonnvald, im östlichen Zentrum der Grafschaft gelegen. Weitere erwähnenswerte Ortschaften sind Utrecht und Gont, die Hochseehäfen und Werften beherbergen und Sindelfingen, bekannt für einige der besten Kutschen und Fuhrwerke des Reichs.

Isenbergen

Die Grafschaft Isenbergen liegt im Südwesten von Noras. Im Süden und Westen vom Ozean und der südlichen See eingefasst, grenzt Isenbergen im Norden an die Grafschaft Moortal und im Osten an die Grafschaft Sonnvald. Im äußersten Nordosten liegt die Königsstadt Noras.

Landschaftlich wird Isenbergen von den Eisenbergen und den weiten Ebenen, die vor ihnen liegen, beherrscht. Das Klima in Isenbergen ist gemäßigt. Lediglich in den Eisenbergen wird es durch die Höhe und die Winde, die über ihre Gipfel wehen, rauer.

Die Grafschaft wird von Graf Gerard II. von Silberwasser regiert. Sitz des Grafen ist seit der Erhebung des Geschlechts von Silberwasser in den Grafenstand traditionell die Hauptstadt Eisenstadt, im Zentrum der Grafschaft gelegen. Weitere erwähnenswerte Ortschaften sind der Handelshafen Monden und die Stadt Hornwall, bekannt durch ihre Eisen- und Silberminen.

Moortal

Die Grafschaft Moortal liegt im geographischen Zentrum von Noras. Im Norden grenzt Moortal an die Grafschaft Galen, im Süden an die Grafschaft Isenbergen. Im Südosten besteht Grenzkontakt zur Grafschaft Sonnvald und der Königsstadt Noras. Moortal wird im Osten und Westen durch die südliche See und das Ostmeer eingefasst.

Landschaftlich geprägt wird die Grafschaft vor allem von der Theiss, dem größten Fluss des Königreichs und den von ihr gespeisten grünen Ebenen, die der Viehzucht in Moortal als Nährgrund dienen. Im Norden Moortals geht die Landschaft zunächst in Hügel und ein kleines Felsmassiv über, bis sie dann im Moorgebiet der Eng endet. Das Klima in Moortal ist gemäßigt bis feucht.

Die Grafschaft Moortal wurde von Graf Hered II. verwaltet, eher dieser bei einem Putsch umkam. Sitz des Grafen ist die Hauptstadt Pratos, an der Westküste gelegen. Weitere erwähnenswerte Ortschaften sind Bingen, der größte Umschlagplatz für Steinkohle, der Hochseehafen Anoch und die Stadt Talbrücke, die „Stadt der Wassermühlen“.

Inselgrafschaft der Aegiden

Die Inselgrafschaft der Aegiden ist die kleinste Grafschaft im Herrschaftsbereich von Noras. Das Inselatoll vor der Küste des Ostmeers besteht aus sieben Inseln – drei größere und vier kleinere.

Im Südosten von Noras gelegen ist das Klima sehr mild, die Inseln bestehen fast ausschließlich aus Grasland, Weizenfeldern und dem felsigen Küstengebiet.

Von der nördlichsten und größten Insel werden die Aegiden von deren Hauptstadt Talos regiert. Die beiden weiteren größeren Inseln beherbergen Fischerdörfer und Viehbetriebe, die vier weiteren sind weitestgehend unbewohnt.

Verwaltet werden die Aegiden von Graf Dregor III..

Andere Völker

Die Wilden aus dem Norden – Die Stämme der freien Völker

[…] Die sogenannten „Freien Völker“ vertreten die Meinung, dass Bebauung, Urbarmachung und generell jedwede Veränderung der Natur ein hoher Frevel ist, der umgehend korrigiert werden muss. Dabei greifen sie notfalls auch zu radikalen Mitteln – so kämpften die ersten Siedler bereits beinahe seit Beginn der Aufzeichnungen mit Überfällen und Brandschatzungen und haben das Land sich über die Jahrhundert erkämpft. Der letzte größere Kampf wurde vor zweihundert Jahren in der Grafschaft Falkenstayn geschlagen und die Wilden endgültig in das Nebelgebirge getrieben.

Nachdem die Stämme über die Jahre und Jahrhunderte vom norasischen Volk immer mehr verdrängt und vertrieben wurden, finden heute Überfälle und militärische Konflikte nur noch vereinzelt in den Grenzregionen der Grafschaften Galen und Falkenstayn statt. Auch auf der Bäreninsel soll es noch eine handvoll Stämme geben, die sich wie ihre Verwandten auf dem Festland ins Gebirge zurückgezogen haben.

Die Stämme kennen keine feste Anführerschaft und betonen vor allem die Freiheit. Insofern messen sie einem gegebenen Wort auch keine so hohe Bedeutung bei und folgen ihren Anführer auch nur solange diese das Charisma haben, ihre Gefolgsleute hinter sich zu einen. Es gilt nicht als unüblich einfach seinen eigenen Weg zu gehen oder zu machen, was man für richtig hält, wenn man anderer Meinung ist, ohne Rücksicht auf das, was der Anführer, dem man gestern noch folgte ausgehandelt hat, oder für richtig hielt.

Ansonsten gilt das Nomadenvolk und deren Religion in Noras als weitestgehend ausgestorben.

Sie selbst nennen sich „Freies Volk“, weswegen Norasier manchmal auch von den „Stämmen der Freien Völker“ sprechen. Allgemein nennt man sie aber „Die Wilden“ oder „Barbaren“. In jüngster Zeit sind viele Hundert von ihnen nach einem Handel mit dem damaligen Grafen Faris von Falkenstayn in die Grafschaft gekommen, werden aber nur in dem Jarlstum Falkenstayn, was unter direkter Herrschaft des ehemaligen Grafen steht, willkommen geheißen. […]

 

Geographie

 

Historie

Spiritualität

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.