Die Geschichte von Noras

Die Geschichte von Noras zur Übersicht vorformuliert – Stichpunktartige Aufzeichnungen zur besseren Übersicht folgen.

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Seefahrer von den östlichen Inseln besiedeln die Ostküste der südlichen Halbinsel und gründen die spätere Königsstadt Noras. Aus dem Holz ihrer Langboote wird das erste große Langhaus erbaut. Die Gemeinschaft wählt sich einen Mann namens Isleif zum Jarl.

  • 12

Erster Kontakt mit den südlichen Nomadenstämmen. Die Höfe und Felder im Umland werden von den Stämmen niedergebrannt, die Siedler versklavt oder getötet. Noras wird im Folgenden mit einer Palisade versehen.

  • 13

Nach mehreren kriegerischen Auseinandersetzungen mit den Stämmen ergeht der Erlass des Jarls Isleif, dass jeder Mann zwischen fünfzehn und fünfzig „kriegsfähig“ zu sein habe – d.h. mit einer Waffe seiner Wahl umzugehen fähig sein soll und in Zeiten der Not bereit zustehen hat. Dieser Erlass hat bis in die Gegenwart Gültigkeit.

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Der Jarl Isleif stirbt bei der Verteidigung von Noras gegen die Stämme. Nachfolger wird sein Sohn Gerhard.

  • 51

Gerhard ordnet die Besiedlung des Umlands an. Familien, die sich bereit erklären neue Siedlungen zu gründen, werden mit Vorräten unterstützt. So entstehen im Laufe einiger Jahre ein knappes Dutzend neuer Niederlassungen.

  • 123

Nachdem zwei neue Siedlungen von den Stämmen gebrandschatzt wurden, beschließt Jarl Gutram von Noras einen Gegenangriff. Bei dem nächsten Überfall auf ein Dorf fällt seine Armee den Stammestruppen in die Seite und zerschlägt sie. Durch die hiermit gesicherte Vormachtstellung wird in den folgenden Jahrzehnten die komplette südliche Halbinsel besiedelt. Hierbei werden immer wieder einzelne Stämme zurückgedrängt.

  • 306

Nachdem sich in den letzten Jahrzehnten bereits viele Siedlungen den Jarls von Noras angeschlossen und ihnen Lehnstreue geschworen haben, lässt sich Jarl Siegfried zum ersten König von Noras ausrufen und begründet das Königreich Noras. Während die Jarls des Ostens und des Mittellandes bereitwillig Siegfrieds Ruf folgen, verweigern die Jarls des Westens ihm den Gehorsam. Sie wählen sich einen Großjarl, der den Jarl von Noras vom Thron stoßen soll. Ihre Wahl fällt auf Bregor von Iysenfall.

  • 329

Waren die letzten 23 Jahre des norasischen Bürgerkriegs vor allem durch Geplänkel und kleinere Gefechte um einzelne Siedlungen geprägt, so ist das Jahr 329 ein entscheidendes. Der Großjarl Bregor sammelt im Folgenden einen Großteil seiner Truppen und fällt in das Gebiet der heutigen Grafschaft Sonnvald ein. Um ihm zu begegnen, rückt auch König Siegfried mit seinem Heer aus. Bei Hohenfels kommt es schließlich zur Schlacht, bei der Siegfried von einem Pfeil getroffen und tödlich verwundet wird. Sein Heer wird zerschlagen und Bregor setzt seinen Weg nach Noras fort.

  • 330

Die Jarlsversammlung beschließt angesichts des nahenden Heers des Großjarls, Noras mit den verbleibenden Truppen des Ostens zu schützen. Desweiteren wird erklärt, dass die Königswürde entgegen dem Jarlsamt erblich sei – somit wird Siegfrieds Sohn, der fünfzehnjährige Hatvar, zum König von Noras gekrönt. Während der Belagerungsschlacht um Noras kommt es zu einem Geschehnis, das die Sage „Vom Königshammer“ begründet: Entgegen dem Rat seiner Hauptleute beschließt der Kindskönig Hatvar an den Kämpfen teilzunehmen. Als dann König auf Großjarls trifft, erschlägt – wie durch ein Wunder – der Jüngling Hatvar den erfahrenen Krieger Bregor. Ihres Anführers beraubt, wird die Armee des Westens vernichtend geschlagen.

  • 337

Nach mehreren Feldzügen unterwirft König Hatvar den Westen seines Königreiches endgültig. Für das verursachte Leid und die Schuld am Tode seines Vaters lässt er die Jarls der westlichen Ländereien hängen und ersetzt sie durch ihm treue Offiziere und Verwalter.

360

König Hatvar erschließt die nördlichen Gebiete der heutigen Moortal und lässt die Grenzfestung Wetterstayn errichten, als sich der Kontakt mit den Nomadenstämmen verstärkt. Außerdem werden im Südwesten des Reiches die ersten Eisen- und Silberminen in den Fels geschlagen.

  • 366

Der König erlässt den Auftrag, den Norden der Halbinsel durch zwei Expeditionstruppen erkunden zu lassen. Eine soll den Weg durch die Sümpfe nehmen, die andere mit einem Langboot die Ostküste entlangfahren und anlanden. Aus dem Sümpfen hörte man nie wieder ein Wort der Männer, die loszogen – als ein knappes Jahr später eine Handvoll der Schiffsbesatzung nach Noras zurückkehrte, berichteten sie von großen Nomadenstämmen, die das Land durchziehen und sie überfielen. König Hatvar lässt die Grenzfestungen verstärken und niemanden das nördliche Land betreten.

  • 368

König Hatvar stirbt an einer Krankheit. Sein Sohn Gjermund besteigt mit 29 Jahren den Thron. Im gleichen Jahr, das als Dreikönigsjahr in die Geschichte eingeht, fallen die Stämme von Norden her in Noras ein. Entgegen der Stämme der Südhälfte der Insel stellten sich die Clanführer des Nordens geschlossen hinter einen Anführer, der ihre Truppen eint und nach Süden führt. Die Armee der Stämme unter Ysgramor überwand die Grenzfestungen und zog eine Schneise der Verwüstung durch das Reich, bis sie auf die Königsstadt traf. In einer wochenlangen Belagerung, während der immer wieder Angriffe und Ausfälle erfolgten, eroberte er die Stadt Noras, tötete den König und seine Familie, ließ die Bevölkerung in die Bäume des nahen Waldes hängen und brannte die Stadt nieder. Auf dem Weg zurück in den Norden lief das Heer Ysgramors jedoch in einen Hinterhalt. Die Jarls der nördlichen Gebiete des Reiches, die von Ysgramors Feldzug verschont geblieben sind, sammelten alle wehrfähigen Männer und Frauen in den Sümpfen der Grenzgebiete und fielen bei Nacht über die Nomaden her. Nach dieser Schlacht erreichten nur wenige Stammesmitglieder ihre Heimat. Der Rest blieb tot im Sumpf. Zum König wurde nach dem Erbrecht Gjermunds Bruder, Uthgar, gekrönt. Er ließ in den folgenden Jahren Noras wieder aufbauen und läutete mit vielen wirtschaftlichen und sozialen Errungenschaften eine goldene Zeit in Noras ein.

  • 421

König Uthgar stirbt. Sein Sohn Sven besteigt mit 42 Jahren den Thron. Sven sieht die Zukunft von Noras im Norden. Das Königreich ist in der Regierungszeit seines Vaters wohlhabend und mächtig geworden – nun will er den Norden erschließen. In den folgenden Jahrhunderten wird die norasische Geschichte in der Hauptsache von Kriegen und Gefechten um die Nordlande bestimmt werden. Außerdem werden Handelsbeziehungen mit den östlichen Inseln und den weit südlich gelegenen Stadtstaaten des Kontinents Historien eingegangen. Im Jahr 634 führt König Luthger die Fürstenwürde ein. Zur Vereinfachung der Reichsverwaltung wird das Reich in Provinzen unterteilt. Jede Provinz, in der mehr oder weniger viele Ortschaften liegen, wird einem Fürsten unterstellt. Die Jarlswürde bleibt erhalten.

  • 784

Die letzten Stämme werden vertrieben. Das Königreich Noras umspannt nun die komplette Halbinsel.

  • 801

Nachdem in den letzten Jahren immer wieder Streitigkeiten zwischen einzelnen oder mehreren Fürstenhäusern Anlass für Kleinkriege auf norasischem Grund waren, bricht im Jahr 801 ein zweiter Bürgerkrieg aus. Viele der großen Fürstenhäuser sind nicht länger bereit, ihre Geschicke durch den König lenken zu lassen und rebellieren. Im nun folgenden neunjährigen Bruderkrieg werden weite Landstriche Noras‘ verwüstet und der Fortschritt des letzten Jahrhunderts zunichte gemacht. Als die aufständischen Fürsten schließlich nieder gerungen wurden, wurde die Feudalstruktur im Reich von König Ansgar noch einmal reformiert. Mit der Einführung der Grafenwürde sollten Aufstände aufgrund von Machtkämpfen verhindert werden. Die sieben Grafschaften Königsstadt Noras, Sonnvald, Isenbergen, Moortal, Galen, Falkenstayn und die Inselgrafschaft der Aegiden wurden gegründet. Die Anzahl der Fürstenhäuser wurde von über 460 auf 42 gerafft. Die Grafen sind nun dem König unterstellt und verwalten die Fürstentümer ihrer Grafschaft. Außerdem werden die Jarls von nun an von den Fürsten, bzw. direkt von den Grafen selbst ernannt.

  • 983

König Fenris, genannt „der Narrenkönig“ verfügt, dass das alte Ständesystem wiederhergestellt werden soll und ernennt den Fürsten von Goldgrund zum Protektor des Südens und spricht ihm herzogliche Verfügungsgewalt auf Lebenszeit aus. Bevor dieser Erlass jedoch in die Tat umgesetzt werden kann, wird der König ertrunken in seinem Badewasser gefunden. Der Fürst von Goldgrund kommt zwei Tage später durch einen Fenstersturz ums Leben. Thronnachfolger wird Fenris‘ Cousin, König Holdan.

  • 1047

Die Leibärzte des amtierenden Königs Hrothgar attestieren ihm eine „Krankheit des Geistes, die gemächlich den Verstand zerfrisst“. Der kinderlose König verfällt in den folgenden Jahren zusehends – die Regierung wird nun überwiegend von seinen Beratern geführt.

  • 1052

Nachdem im selben Jahr bereits des Königs Bruder an einer Krankheit verstarb, wird nun auch des Königs Cousin, das letzte Lebende Mitglied der königlichen Blutlinie, ertrunken in einem Teich aufgefunden. Das Land Noras ist von nun an ohne Thronfolger.

  • 1053

Der mittlerweile greise König Hrothgar wird nun durch einen Königsrat vertreten, der faktisch die Regierungsgewalt übernommen hat. Praktisch ist das Königreich Noras führerlos. Die Fürsten, Jarls und Grafen des Reiches verfallen zusehends in einen Streit über die Erbfolge des Throns und machen wechselnd Ansprüche und Verwandtschaftsverhältnisse geltend.

  • 1060

Falkenstayn erklärt seine Unabhängigkeit vom Königreich.

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