Narag’ghar

Wappen

Das Wappen von Schwarzhöhle zeigt einen Raben. Die Schwärze eines Raben wird mit der Farbe der abgebauten Kohle verglichen. Hinzu kommt, dass die Zwerge den Obsidian, den sie abbauten, Rabenstein nennen.

 

Lage

Schwarzhöhle liegt weit im Osten des Nebelgebirges am Fuße der gewaltigen Bergkette, die die Zwerge Fulkhû’kâmin nennen, den Rand der Welt. Sie ist fast genauso hoch wie der Abad, der höchste Berg des Nebelgebirges, erstreckt sich jedoch über viele Meilen wie eine Mauer von Nord nach Süd.

Es ist der östlichste Punkt, den die Zwerge von Izùdinkennen. Für sie endet die Welt hier. Hinter den Bergen, so glauben sie, gibt es nichts weiter und wer den Fulkhû’kâmin überquert, stürzt in den Himmel.

Westlich von Schwarzhöhle liegt die Stadt Goldwasser. Der Weg dorthin führt viele Meilen unterirdisch durch einen Verbindungstunnel, ehe er an einer Bergquelle an die Oberfläche steigt.

Nach Norden hin öffnet sich die Schlucht, in der das Tor der Stadt liegt, zu einem breiten Tal hin. Das Gebirge endet hier und man kann den Wald im Norden sehen, der von Orks bewohnt wird. Die Zwerge nennen diesen Ort Rhakâs’rathgairu, Orkloch.

Einige Meilen südlich der Stadt öffnet sich das Nebelgebirge zum Atkât’dubanu, dem Stillen Tal. Die Zwerge haben seit jeher diesen Ort gemieden. Der Nebel in diesem Tal ist fast so dicht wie im Nebelmeer weiter im Westen und dämpft alle Geräusche. Pioniere haben berichtet, dass man keine Vögel oder sonstiges Getier hört. Auch keinen Wind oder das Rauschen von Wasser.

Das Stille Tal gilt als verflucht und die Zwerge haben es seit den ersten Kundschaftern nicht wieder betreten. Sie glauben, böse Geister suchen es heim.

Wirtschaft

Als Schwarzhöhle gegründet wurde, sollte es als Vorposten für weitere Kolonisierungspläne des Großkönigs dienen. In seinen Tiefen befindet sich das größte Steinkohlevorkommen im bekannten Nebelgebirge. Vor dem Fall florierte die Wirtschaft der Stadt, da Kohle in jeder Schmiede gebraucht wird.

Kurz vor dem Ausbruch des Schwarzen Krieges wurde im Osten der Stadt Obsidian gefunden, ein Vulkanglas, das die Zwerge von Izùdin Rabenstein nennen. Nur wenig konnte abgebaut werden bevor die Minen wegen des Krieges ihren Betrieb einstellen mussten.

Heutzutage gibt es praktisch keine Wirtschaft mehr in Schwarzhöhle. Die Minen liegen still und es wird nichts produziert.

Architektur

Die natürliche Höhle, in der Schwarzhöhle gegründet wurde ist kaum mehr als ein Spalt im Fels gewesen. Das hat den Aufbau der Stadt mit geprägt. Die oberste Ebene ist die Eingangshalle, deren Tor zur Oberfläche nach Nordosten blickt. Zur Eingangshalle gehören Wachstuben und Wehranlagen.

Die Ebenen darunter sind nicht weitläufig, dafür zahlreich. Die zentrale Halle erstreckt sich über viele Ebenen in die Tiefe. Von ihr gehen viele Hallen und Kammern auf verschiedenen Höhen ab, wie Stockwerke in einem Menschenhaus. Sie alle sind mit zahlreichen Treppen verbunden.

Auf einer der mittleren Ebenen führt der Verbindungstunnel nach Westen Richtung Goldwasser. Die meisten Minenschächte führen ebenfalls Richtung Westen. Der einzige erwähnenswerte Schacht nach Osten liegt tief unten im Fels. Als die Zwerge in die Ausläufer des Fulkhû’kâmin gegraben haben, haben sie Obsidian gefunden.

Als die Pioniere der Zwerge Schwarzhöle vor zweieinhalb tausend Jahren entdeckten, war sie ein heiliger Ort für die Orks im Osten. Sie hatten ihren Göttern Schreine und Tempel gebaut, die die Zwerge zerstörten und die Orks vertrieben.

Die Orks haben diese Tat niemals verziehen und sind viele Jahre später mit gewaltigen Horden über Schwarzhöhle hergefallen. Der Schwarze Krieg, wie dieser Konflikt heißt, endete damit, dass die Zwerge Schwarzhöhle aufgeben mussten und die Orks die Siedlung übernommen haben.

Seit dem Fall der Stadt vor 534 Jahren ist der Großteil zwergische Schöpfungen verwahrlost und baufällig geworden. Wände und Decken sind nicht länger stabil und es kommt häufig zu Steinschlägen.

Auf den mittleren Ebenen beim Eingang zum Verbindungstunnel hat die Sechste Legion ihr Lager in den früheren Markthallen aufgeschlagen. Es fehlt der Legion jedoch an der nötigen Stärke, um ihr Einflussgebiet weiter auszudehnen. Baumeister haben einige Tore und Durchgänge versperrt und so einen relativ sicheren Platz in Schwarzhöhle geschaffen. In diesem Lager konnten die Zwerge der Sechsten Legion bereits mehrmals Angriffen der Orks Standhalten, obwohl deren Zahlen um vieles größer waren.

Die oberen Ebenen sind nicht zu erreichen, da das Tor von Orks gehalten wird. Sie haben die meisten Bauten der Zwerge eingerissen, wenn sie sie nicht selbst bezogen haben.

Die unteren Ebenen sind ebenfalls nicht zugänglich, da die Zeit, Verfall und Steinschläge die meisten Treppen zerstört haben. Je tiefer man kommt, um so zerstörter findet man die einstige Zergensiedlung.

Der Kohleflöz unter der Stadt hat Feuer gefangen. Das Grubenfeuer brennt seit Jahren und verpestet die Luft in der ganzen Stadt. Selbst im Lager der Sechsten Legion, viele Meter darüber, kann man deutlich den Rauch in der Luft schmecken.

Da die Zwerge nicht die Möglichkeit, und die Orks kein Interesse haben, den Brand zu löschen, werden die Feuer weiterbrennen bis der Flöz restlos in Rauch aufgegangen ist.

Statthalter

Schwarzhöhle hat keinen Statthalter mehr. Die höchste Autorität ist Skafith Starkarm ehemals vom Klan der Starkarme, General der Sechsten Legion. Mit seinen 137 Jahren Dienst in der Sechsten Legion ist er am längsten in Schwarzhöhle von allen Mitgliedern. Es ist außergewöhnlich, dass ein Zwerg in Schwarzhöhle so lange überlebt und spricht für Skafith’s Fähigkeiten. Er ist ein Verwandter von Skafin Starkarm vom Klan der Starkarme, Statthalter von Goldwasser. Er ist freiwillig nach Osten gegangen, um seinem Vetter bei der Verteidigung des Ostens zu helfen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.