Die Baronie Flusstal

Flusstal wird von Rhenja Aschrasdottir regiert. Zentral in der Baronie findet sich die gleichnamige Hauptstadt Flusstal direkt an der Hauptstraße.

Das Land und Geographie der Baronie

Am Unterlauf der Jöta, die örtliche Lebensader und Handelsweg ist, liegt das breite Flusstal, eine der wichtigsten Kornkammern des Reichs. Große Weizenfelder prägen das Bild. Das – für Falkenstayn– etwas mildere Klima trägt mit seinen kalten Regenschauern ebenso zur Fruchtbarkeit des Tals bei, wie die zahlreichen Bewässerungsgräben die sich zwischen den abgrenzenden Hügelketten und dem Fluss einem Netz gleich ausbreiten. Lichte Obsthaine ragen aus der Landschaft heraus, während sich im Osten, in den Ausläufern des Nebelgebirges, in langen Reihen Weinreben finden, deren Schicksal dereinst der seltene (und für empfindlichere Gaumen sehr saure) ‚Flusstaler Weiße‘ ist. Im Gebirge findet man auch die einzige Silbermine Flusstals, die tragischerweise nur wenige Sommermonate im Jahr schneefrei genug ist, um sie zu nutzen

Überall in der Grafschaft sieht man noch immer die Spuren des Falkenstayner Bürgerkrieges, dessen Hauptschauplatz Flusstal war..Vor allem im südlichen Teil der Baronie sind ganze Dörfer entvölkert und im Laufe des Wiederaufbaus zusammengelegt worden. Felder liegen noch immer Brach, da es einfach nicht mehr genug Einwohner gibt um alle zu bestellen. Vielerorts haben wohlhabende Adlige das Land aufgekauft und ganze Höfe werden nur noch von Leibeigenen geführt, ohne das ein freier Bauer auf dem Land lebt, trotz gegen wirkender Maßnahmen der eingesetzten Baronin und ihres Verwalters.

Am deutlichsten sind diese Auswirkungen an den sogenannten Totenfelder oder Felder der Toten zu sehen. Dabei handelt es sich um einige Felder zwischen der Stadt Flusstal und der Jöta, die völlig brach liegen. Die Felder waren der Schauplatz der letzten große Schlacht um Flusstal, als Streitkräfte aus dem Norden mit der Hilfe der Zwerge von Izùdin und Mitgliedern des freien Volks die Königstreuen Linien durchbrachen. Im Volk heißt es, dass die letzte dort ausgebrachte Saat das Blut der Soldaten beider Seiten trank und deswegen giftig wurde und schon das Graben in den Feldern soll dafür Sorge tragen, dass einem die Sinne schwinden, so dass man sich zu den Toten gesellt, wenn man nicht rechtzeitig gefunden wird.

Das Volk

In der Baronie Flusstal leben 3000 Menschen, davon etwa 1000 in der Stadt Flusstal. Der Rest ist über dutzende kleiner Weiler und Dörfer verteilt, wobei die Bevölkerung an den Ufern der Jöta deutlich dichter ist, als in den Ausläufern des Nebelgebirges.

Edle

In Flusstal gibt es eine ganze Reihe von Edlen, was allerdings weniger auf eine große Anzahl von Familien zurückzuführen wäre, als vielmehr auf den Einfluss Fohlas. Die wenigen Edlen Familien wachen scharf darüber, dass ihre Titel stets in den Familien bleiben und stets genügend Erben zur Hand sind. Verbindungen mit wohlhabenderen Mitgliedern des einfachen Volks sind allerdings unumgänglich und häufig. Ehen mit Adligen außerhalb Flusstals führen traditionell zur Weitergabe Flusstaler Titel an Verwandte, oder Verlangen den Familienhauptsitz in Flusstal. Bis heute sind diese Traditionen nicht im Recht verankert, sondern eine Art stille Übereinkunft zwischen den Familien.

Besonders zu erwähnen ist die Familie des Junnar Junnarssons, die nicht nur neben der Baronenfamilie die wohlhabendste ansässige Adelsfamilie ist, sondern die mit Junnars jüngerem Bruder Gorbalt Jahrelang die Verwaltung Flusstals übernahm und mittlerweile auch die Gräflichen Finanzen pflegt. Vor allem während der Zeit des Wiederaufbaus investierte die Familie Junnars stark in Flusstal, womit einerseits ein großer Teil des Wiederaufbaus finanziert werden konnte, andrerseits viel Land in Junnars Besitz überging.

Einfaches Volk

Das Flusstaler Volk ist einfach und eher auf die Gemeinschaft ausgelegt, als auf das Individuum. Zum größten Teil in der Landwirtschaft arbeitend versteht man um den Nutzen von Steuern die Straßen oder Hilfen für Missernten bezahlen. Belenor hat zuoberst den Adel eingesetzt, darunter die freien Bürger und unter diesen noch den Leibeigenen. Diese Ordnung wird nicht nur gelehrt, sondern auch gelebt. Sozialer Aufstieg ist eher selten, aber möglich und hängt dann zumeist mit Ehen, Kindern oder erbrachter Leistung zusammen.

Die Fohlagefällige Fähigkeit eine Vielzahl von Kindern in die Welt zu setzen und jene auch versorgen zu können, gilt dem typischen Flusstaler mehr als Kampfeskunst und Wissensdurst, sofern jene nicht direkt im Dienste der Gemeinschaft stehen. Arbeit wird hochgeschätzt, Müßiggang und Trinkerei aber steht man ablehnend gegenüber.

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