Belenor und Heled

Belenor und Heled sind Göttervater- und mutter des Pantheons der elf.

Die beiden obersten Götter erwachten in der vollkommenen Dunkelheit des Tómarúm, des Nichts, das ihre heutige Schöpfung noch immer umgibt. Umkreist von formlosen Schemen, ausgehungerten Wölfen gleich, war es Heled, die mit Jaro, dem Licht der Sterne, in dem kein Schatten zu wandeln vermag, die Dunkelheit vertrieb. Geblendet und fürchterlich von Gestalt, verbargen die Vondur – die schemenhaften Schatten – ihr Antlitz vor dem göttlichen Licht. Und Belenor fasste sich ein Herz und erschlug sie alle bis auf wenige, die sich seither in der Dunkelheit verbergen.

Aus dem Chaos des Nichts erschufen nun Belenor und Heled die Welt in Harmonie und Ordnung. Belenor formte die Berge und Ebenen, die Tiere und Pflanzen, die Meere und Wälder – und Heled hauchte allem Lebendigen einen Geist ein. Um die Welt nun zu füllen und um sich den Himmel untertan zu machen, zeugten sie ihre Kinder, die großen Götter neben Belenor und Heled. Ihren Kindern dachten sie nun die Aufgaben zu, die seither gewissenhaft von den Göttern des Winters, des Sommers, des Meeres, des Windes, der Erde und des Waldes erfüllt werden.

Belenor wird auch der Strenge oder der Gerechte genannt. Er steht für Ordnung und Rechtschaffenheit, aber auch für den Zorn dem ein Vater zuweilen erlegen ist.

Heled hingegen wird die Barmherzige oder die Helfende genannt. Sie steht für Erhalt, Nächstenliebe und den Schutz ihrer Kinder. Wer sich ihr gegenüber demütig zeigt, kann sich ihrer mütterlichen Fürsorge sicher sein. Wer seine Mutter jedoch enttäuscht oder gar verrät muss mit der Reaktion einer stolzen Frau rechnen.

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