Nomadenglaube

Die Ursprünge des Nomadenglaubens sind unbekannt. Der erste Kontakt mit dieser Naturreligion fand bereits wenige Jahre nach der Besiedlung der norasischen Halbinsel durch die alten Seefahrervölker statt.

Der Glaube der Nomaden kennt keine Götter im eigentlichen Sinn. Verehrt wird allein die Erde und die Natur als Lebensspenderin und beschützende Mutter. Beobachtete und überlieferte Riten der verschiedenen Stämme sind beispielsweise rituelle Gesänge und Tänze, meist an besonderen Orten oder in der Nähe von beeindruckenden Naturphänomenen. Besondere Verbindung zur „großen Mutter“ halten anscheinend die Schamanen der Stämme, die die angemessene Verehrung der Natur und auch den respektvollen Umgang mit ihr überwachen.

Dabei beschränken sich die Nomaden allerdings nicht auf die friedliche Huldigung der Natur – sie vertreten die Meinung, dass Bebauung, Urbarmachung und generell jedwede Veränderung der Natur ein hoher Frevel ist, der umgehend korrigiert werden muss. Dabei greifen sie notfalls auch zu radikalen Mitteln – so kämpften die ersten Siedler bereits beinahe seit Beginn der Aufzeichnungen mit Überfällen und Brandschatzungen von seiten der Nomadenstämme.

Nachdem die Stämme über die Jahre und Jahrhunderte vom norasischen Volk immer mehr verdrängt und vertrieben wurden, finden heute Überfälle und militärische Konflikte nur noch vereinzelt in den Grenzregionen der Grafschaften Galen und Falkenstayn statt. Auch auf der Bäreninsel soll es noch eine handvoll Stämme geben, die sich wie ihre Verwandten auf dem Festland ins Gebirge zurückgezogen haben.

Ansonsten gilt das Nomadenvolk und deren Religion in Noras als weitestgehend ausgestorben.

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