Tempel der Marha

Stichworte: Göttin des Wassers und der See, Freiheit, Konstanz (Wiederholung), Anpassungsfähigkeit, Mysteriös (unergründlich), Verführung)
Beinamen: Die Mystische, die Schöne, Hüterin der Geheimnisse
Heiliges Tier: Der Wal (unabhängig, weise, unbeirrbar)
Heiliger Edelstein: Perle (das Verborgene, das Unergründliche, Sehnsucht)
Farben: Blau
Wunderkräfte der Priester: : Lösen, Vergessen, Seelenspiegel, Verführen, Wasser reinigen
Symbole: Wellen

Dogma

Nur wer die Reise ins Ungewisse auf sich nimmt, kann Gewissheit erlangen. Nur ein andauerndes Bestreben kann zur Vollkommenheit führen. Nur wer den Weg sieht und sein Handeln danach ausrichtet, kann sein Ziel erreichen. Voraussetzung ist, dass alles aus freien Stücken geschieht. Es wird immer Mysterien geben, die solche bleiben sollten.

Leitsätze

Wenn du frei sein kannst, sei frei in Körper und Geist. Wenn nicht, sei frei im Geist.

Nur freiwillige Loyalität ist wahre Loyalität.

Jedes Ziel ist erreichbar. Es ist nur eine Frage von Ausdauer und Geduld.

Freiheit bedeutet nicht Rücksichtslosigkeit. Sie ist kein Freibrief für Fehlverhalten, dass anderen oder der Welt schadet

Nebengötter und Heilige

Feitur hvítu, der dicke Weiße Feitur hvítu ist der Hüter des Wissens. Er kennt nicht nur die Meere wie seine eigene Westentasche, sondern die Geschichte dieser Welt. Unter Seefahrern wird er gleichermaßen gefürchtet und verehrt. Greift der weiße Wal ein Schiff an, sind die Menschen zu weit gegangen. Sie haben die ihnen gewährte Freiheit zuwider dieser Welt überstrapaziert. Schwimmt er jedoch vor einem Schiff her und bleibt an der Wasseroberfläche, möchte er die Seefahrer an seinem Wissen teilhaben lassen und ihnen Regionen zeigen die bislang unentdeckt waren.

Varlax der Wissensbringer, Sohn von Feuer und Wogen Der Sohn von Marha und Rhenjir hat eine eigene Geschichte und ist seinen Weg gegangen, um seinen eigenen Platz im Pantheon zu finden.

Varlax – Die Geschichte des Sohns von Feuer und Wogen

Gläubige

Da Wasser für das Überleben aller extrem wichtig ist, begegnet jeder Bewohner Noras den Priestern mit Respekt. Die Priester gelten als gut informiert mit einem Hang zu rätselhaften Antworten. Sie sind daher auch ein gern gesehener Gast auf Reisen und in der Taverne. Ihre Geschichten sind bei Jung und Alt sehr begehrt.
Besonders viele Anhänger des Marha-Tempels finden sich unter den Fischern und Seeleuten. Doch auch einige Brauereien schwören auf Marha gesegnetes Wasser für ihre Biere und den beliebten Met des Nordens.
Marha schützt das Wasser und das Meer aber auch alle Reisenden auf diesen Gewässern, so sie sich denn als loyal und treu erweisen. Auf jedem Boot, das den Hafen verlässt, egal ob Binnen- oder Seehafen, erklingen die Gebete und Gesänge der Marha welche von Freiheit, Treue und den Geheimnissen dieser Welt handeln.

Riten und Liturgien

Ein häufig durchgeführtes Ritual ist die Segnung einer See-Expedition. Die Priester(innen) segnen sowohl das Schiff, als auch Besatzung und Kapitän. Die sehr abergläubischen Seefahrer legen großen Wert auf diesen Segen.
Ein weiteres, gesellschaftlich und politisch bedeutenderes Ritual ist die Vereidigung eines Wissenshüters (Bibliothekars). Er wird dabei in die Verantwortung genommen das kein Wissen unter seiner Obhut verloren geht.
Generell zeichnen sich alle Rituale und Liturgien der Marha Priester durch Wiederholung und rätselhaften Sprachgebrauch aus.

Struktur des Marha-Tempels

Der Marha-Tempel ist ebenso in einem Rythmischen Wandel wie das Wasser selbst. Geführt oder viel mehr geleitet werden die Priester des Marha-Tempel vom Hüter der Geheimnisse. Dieser Priester hat über die Jahre hin, die Werte von Marha für alle offensichtlich gelebt und wird alle 9 ¼ Jahre aus den weisesten und erfahrensten Priestern gewählt. Dazu versammeln sich die Priester an einem vom Hüter der Geheimnisse gewählten Ort. Es gibt keinen festen Ort für diese Versammlung. So wie es auch keine festen Gotteshäuser gibt. Der Hüter der Geheimnisse wird alle 9 ¼ Jahre neu gewählt. Eine Wiederwahl ist nicht zulässig. Es wird erwartet, dass der Priester nach dieser langen Zeit seine letzte Reise in die Freiheit antritt. Er bekommt für diese Reise ein Boot und wird von freiwilligen Seefahrern begleitet. Viele ältere Seefahrer betrachten es als eine Ehre den ehemaligen Hüter der Geheimnisse auf seiner Reise zu begleiten.
Es heißt der Hüter hätte eine besonders intensive Beziehung zu Marha. Es sollen schon wahre Wunder geschehen sein, als ein Hüter Marha um Hilfe bat.

Damit die jungen Priester den Rat eines erfahrenen Priesters einholen können, wurde Noras in acht Zonen eingeteilt:
1. Das Land nördlich des Jöta
2. Das Land zwischen Jöta und Theiß begrenzt durch die Bergekette in Falkenstayn und die Stadt Grauwasser
3. Das Land zwischen Theiß und Väner begrenzt durch den nördlichen Ausläufer der Theiß in das östliche Meer und die Bergkette in Falkenstayn.
4. Das Land Östlich der Väner
5. Das Land westlich von Theiß und Thoiß begrenzt durch Grauwasser im Norden
6. Das Land nördlich der Theiß begrenzt durch die Ausläufer der Theiß in die östliche See (Region um Utrecht)
7. Das Land zwischen Theiß, Thoiß und den Seen Norssjön und Aursjön
8. Das Land Östlich der Seen Norssjön und Aursjön begrenzt durch den südlichen Ausläufer der Theiß in die östliche See

Alle 4 ½ Jahre wird für diese Regionen ein erfahrener Priester gewählt. Oft handelt es sich hierbei um ältere Priester, denen die Wanderschaft allmählich zusetzt und die einen Schatz an Erfahrungen mitbringen. Sie werden als Quellen des Wissens bezeichnet. Im Gegensatz zum Hüter der Geheimnisse, kann diese Position auch mehrmals durch die gleiche Person besetzt werden. Jeder quell sucht sich einen Ort an dem er sich niederlässt. Oft handelt es sich dabei um Quellen, Flussmündungen oder besonders schöne und wilde Küsten.
Zwei Mal im Jahr, Wenn die Tiden am höchsten Sind, treffen sich die Priester beim Quell des Wissens welcher am nächsten zu ihrem aktuellen Standort ist. An diesen Tagen wird die Nähe von Marha zur Welt in der die Menschen leben gefeiert. Diese feiern können durchaus ekstatische Züge annehmen auch wenn sie den Fruchtbarkeitsfesten der Anhänger von Fohla bei weitem nicht das Wasser reichen können. Sie dienen aber vor allem dem Austausch von Wissen. Diese treffen dauern niemals länger als eine Tide (12 Stunden) in der das Wasser zügig auf die Küsten zuströmt und etwas langsamer wieder abfließt.

Zudem ist jeder Priester dazu angehalten zwei Mal im Monat, zur Springflut, eine Messe für die Fischer und Seefahrer ab zu halten. Man hat sich auf diesen festen Rhythmus geeinigt, damit die Seefahrer und Fischer eine Möglichkeit haben die Teilnahme an der Messe ein zu planen. Denn die meisten Priester entscheiden sich dazu zwei Mal am Tag zu beten. Und zwar immer dann, wenn gerade Flut ist. Da sich die Zeiten für Flut und Ebbe ständig verschieben, ist es schwierig als außenstehender an einer Messe teilzunehmen. Zumal die Fischer und Seefahrer die Flut gerne nutzen um den Hafen zu verlassen. Priester, die zu weit vom Meer entfernt leben, um die täglichen Zyklen beobachten zu können suchen sich nach Gutdünken einen Zeitpunkt für ihr Gebet aus. (In der Regel, wenn sie zufällig an einem geeigneten Ort vorbeikommen.)

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