Warum man Elfen nicht trauen kann

Dies ist eine Geschichte, wie sie dieser Art oft den Kieseln (kleinen Kindern) erzählt wird.

Es war einmal ein Berg in einem weit, weit entfernten Land. Da fand eine Gruppe Zwerge eine Goldader und sie sagten „Hier wollen wir unsere Stadt bauen, Minen graben und die Feuer der Schmiedeöfen anheizen!“

Und sie machten sich ans Werk und schlugen eine wunderschöne Siedlung in den Fels. An den Hängen des Berges befand sich ein dichter Wald und so hatten sie immer genug Holz für ihre Öfen und Kamine.

Doch was sie nicht wussten, war, dass in diesem Wald Elfen wohnten. Eine Elle größer als ein Zwerg, mit spitzen Ohren und schmalen Gesichtern ohne Bart leben sie auf den Bäumen.

Sie verstehen das Schmieden nicht so wie wir und so verboten sie den Zwergen das Fällen von noch weiteren Bäumen. Die Zwerge sagten, dass sie das Holz bräuchten und dass der Wald den Elfen nicht gehöre. Da griffen die Spitzohren die Zwerge an und trieben sie zurück in den Berg.

Das war ein Unglück, denn es wurde Winter und die Zwerge litten unter der Kälte, während der böse Elfenkönig seine gierigen Augen auf die Schätze lenkte, die die Zwerge aus der Erde geholt hatten. Bald griff er mit seiner Armee an, da er glaubte, der Winter hätte die Zwerge geschwächt und er könnte leicht all das Gold rauben.

Doch die Zwerge wichen nicht. Sie kämpften tapfer und vertrieben die Elfen und nahmen den Elfenkönig gefangen. Nun konnten sie wieder Bäume fällen und so errichteten sie ein großes Freudenfeuer, in dem all die toten Elfen verbrannt wurden und der böse Elfenkönig musste in einem Paar glühender Eisenschuhe darum herumtanzen bis er starb.

Die Zwerge konnten nun wieder ungestört ihrer Arbeit nachgehen. Und so graben sie noch heute und schmieden aus dem Gold wunderschöne Schätze.

Die Moral von der Geschichte ist, dass man Elfen nicht trauen kann. Sie sind neidisch auf unsere Schätze und scheuen nicht davor zurück, sie mit Gewalt zu rauben.

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