Über maztân

von Arnaldur Goldbart vom Klan der Goldbärte aus seinem Buch „Wesenheiten im Shulukmals“

Ein maztûn (Mehrzahl maztân) ist ein Geist der unter der Erde lebt und in Minenschächten erscheint. Viele Zwergenminenarbeiter glauben, sie richten allerlei Unheil an, wie etwa unbeaufsichtigte Werkzeuge oder Essen zu stehlen.

Ihr Name kommt von mamazzanatâ, was wörtlich übersetzt „Jene, die ständig klopfen“ bedeutet. Das bezieht sich auf das Klopfen an Minenwänden bevor ein Tunnel einstürzt. (Eigentlich ist es das Geräusch von Stein und Stützbalken, die nachgeben.)

Früher hielten einige Minenarbeiter maztân für bösartige Geister und glaubten das Klopfen wäre das Geräusch, das sie machen während sie auf die Stützbalken einschlagen um den Einsturz des Tunnels zu bewirken. Andere glaubten, dass sie gutmütige Halunken sind und ihr Klopfen solle die Minenarbeiter vor lebensbedrohlichen Einstürzen warnen.

Im Stand des Hammers hat sich der Glaube verbreitet, maztân seien die hilfsbereiten Geister von verstorbenen Minenarbeitern, die in früheren Einstürzen ums Leben kamen und andere vor demselben Schicksal bewahren wollen.

Zum Dank für die Warnungen und um die maztân nicht zu verärgern schmeißen Minenarbeiter den letzten Bissen ihres Essens in die Mine bevor sie sie verlassen; ein Aberglaube und eine Tradition die die Minenarbeiter aller Städte im Großen Reich angenommen haben.

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